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Sandra Pires zu Konzerten auf Ost-Timor
Wien, 18. September 2007 - Ende September brach Sandra Pires zu einer
bewegenden Konzertreihe auf. Die Wahlwienerin, derzeit in der Volksoper
der Star von "The Sound of Music", tourte dabei durch Ost-Timor. Die
bekannte Sängerin wurde in der Hauptstadt Dili geboren, wuchs dann bei
ihren Großeltern in Portugal und später in Australien auf, um schließlich
in Wien ihre Familie zu gründen und heimisch zu werden. Seither war sie
nicht mehr in ihrem von Krisen geschüttelten Herkunftsland. Ost-Timor ist
inmitten des indonesischen Archipels gelegen und erst seit 5 Jahren
selbstständig. Bis 1975 war es eine portugiesische Kolonie, danach stand
es unter indonesischer Herrschaft.
Initiatoren des Konzertprojekts sind der für Ost-Timor zuständige
österreichische Botschafter in Jakarta, Klaus Wölfer, und der
Sicherheitsberater der Internationalen Organisation für Migration in
Ost-Timor, Peter Trost. Sandra Pires war schnell von der Idee begeistert,
auch die Staatsführung von Ost-Timor unterstützten das Vorhaben, ebenso wie
zahlreiche internationale Institutionen und Unternehmen: Das
österreichische Außenministerium, die Botschaften von Portugal und
Australien, die Vereinten Nationen, die Internationalen militärischen
Stabilisierungskräfte, das Hotel Timor", das "Puri Madawi Resort" in
Bali, "Ensul", "Timor Telecom" und die "Bank von Portugal".
Sandra Pires gelang ein faszinierender Brückenschlag von Wien, der
Musikhauptstadt Europas, in die Inselwelt Ozeaniens - wobei der Titel
ihrer jüngsten CD "Destino"(Schicksal) geradezu programmatisch für ihr
Coming-Home stand. Sie sang in den Landesprachen Portugiesisch und Tetum,
aber auch auf Deutsch und Englisch.
Für Sandra Pires war es sicherlich einer der aufregendsten Auftritte
ihres Lebens. Ihr Vater, der in Ost-Timor Fußballtrainer war, ist eng mit
dem Schicksal des damaligen Freiheitskämpfers und nunmehrigen
Premierministers "Xanana" Gusmao verknüpft. Die Reise war aber nicht bloß
eine persönliche Spurensuche für Sandra Pires, sondern illustriert auch,
wie eine Tochter des Landes in der Welt Erfolg haben konnte und sich der
alten Heimat besinnt. Sandra Pires ist somit "Musikbotschafterin"
Österreichs bzw. Europas und verkörpert gleichzeitig die Chancen, welche
unsere globalisierte Welt vielsprachigen Talenten eröffnet.
Entsprechend einem timoresischen Wunsch nützt das Bundesministerium für
europäische und internationale Angelegenheiten die Gelegenheit für eine
Bestandsaufnahme der Möglichkeiten für Musikausbildung im Lande: Trotz der
Armut existiert in Timor-Leste eine in den zahlreichen katholischen
Kirchen gepflegte Chormusikkultur. Mit den Konzerten ist auch der Start
eines Benefiz-Projektes verbunden.
Es fanden insgemsamt 3 Konzerte in Timor-Leste statt
-> Dili Stadion
-> Hotel "Timor" in Dili
-> Baucau
6.800 Menschen waren live dabei und mehrere Tausend wurden per TV-Übertragung erreicht.
Als Ergebnis des Fund Raising Konzertes überreichte Sandra Pires 4.590 USD an das Waisenhaus
BECORA, DILI |